Identitätsfabrik reloaded

Museen als Resonanzräume kultureller Vielfalt und pluraler Lebensstile

DGV-Fachtagung, Karlsruhe, 22.-24.05.2014

Die Debatte um das Museum als "Identitätsfabrik" (Gottfried Korff / Martin Roth) hat dessen Selbstverständnis seit den 1980er Jahren nachhaltig gewandelt. Gesellschaftliche Umbrüche und kulturelle Pluralisierungen beschleunigten diesen Prozess, sodass sich Museen heute nicht mehr nur als gesellschaftliche Akteure und Produzenten von Kultur begreifen, sondern ebenso als Diskursinstanzen, "Resonanzräume" (Katrin Pieper) oder "Plattformen gesellschaftlichen Wandels". Dabei ist die Rede vom "Museum 2.0" (Joachim Baur), von der "postkolonialen Museologie" oder vom "grünen" und "partizipativen Museum".

Mit diesem Themenspektrum beschäftigt sich die 21. Fachtagung der DGV-Kommission "Sachkulturforschung und Museum", die gemeinsam vom Referat Volkskunde des Badischen Landesmuseums Karlsruhe und der Professur für Museologie der Universität Würzburg konzipiert und durchgeführt wird. Sie findet vom 22. bis 24. Mai 2014 in den Räumen des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe statt. Hier diskutieren Museumsmacher, Museologen, Europäische Ethnologen / Volkskundler, Szenographen und Vertreter anderer Disziplinen anhand praktischer Beispiele und / oder abstrakter Überlegungen, wie Museen heute Identitäten verhandeln und sich als Resonanzräume kultureller Vielfalt und pluraler Lebensstile formieren. Die Tagung wird überdies flankiert von Sonderführungen und Exkursionsangeboten.

Plakat

Programmflyer

Textheft zur Tagung (Schriften und Materialien der Würzburger Museologie)

Weitere Informationen und ein Formular zur Anmeldung finden sie auf der Website des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe

Die Anmeldung für Studenten der Würzburger Studiengänge Museumswissenschaft / Museologie und materielle Kultur erfolgt über das Sekretariat der Museologie.